Andreas Franz – Das achte Opfer
Dienstag, 02. September 2008. 11:17 von admin
Kurzbeschreibung
Ein Unbekannter schickt der Frankfurter Kripo obskure Bibelzitate. Man denkt zuerst an einen geschmacklosen Scherz. Als aber zur gleichen Zeit auch ein abscheulicher Mord begangen wird, vermutet Hauptkommissarin Durant einen Zusammenhang. Das Morden geht weiter und trägt immer dieselbe Handschrift: Die Opfer sind alle nackt, und auf ihrer Stirn steht in blutigen Ziffern die Zahl 666. Bei ihren Ermittlungen gerät die Polizei immer tiefer in einen Sumpf aus organisiertem Verbrechen, Korruption und Machtmißbrauch.
Der Autor über sein Buch
Das achte Opfer – mehr als nur Fiktion
Das Buch “Das achte Opfer”, das von mir als Thriller konzipiert wurde und das sicherlich auch alle Spannungselemente enthält, die ein Krimi braucht, ist aber leider nicht nur ein Roman, wie viele glauben werden, sondern beruht in vielen Teilen auf tatsächlich stattgefundenen und immer noch stattfindenden Begebenheiten. Ich wurde schon einige Male, wie auch bei meinen andern Romanen, gefragt, was für mich das Besondere an diesem Buch ist, worauf ich nur antworten kann – das Extreme, das sich tagtäglich, von den meisten unbemerkt, abspielt, das Extreme, von dem wir aber immer wieder in den Zeitungen lesen oder in den Nachrichten hören, das aber die wenigsten von uns noch stark tangiert, weil die Meldungen über Kindesmißbrauch und -mißhandlung, über den seelischen und körperlichen Tod zu einer Alltäglichkeit geworden sind. Die in dem Buch geschilderten “menschlichen” Verhaltensweisen und Abgründe beschränken sich nicht nur auf kaum wahrnehmbare Minderheiten der Gesellschaft, sie sind praktisch überall zu finden. Nach ausgiebigen Recherchen, bei denen mir vor allem einige Beamte der Frankfurter Kriminalpolizei sehr geholfen haben, kam ich nicht mehr umhin, ein Buch zu verfassen, das aufzeigt, wie zum Beispiel das organisierte Verbrechen in der heutigen Zeit arbeitet, welche ungeheure Macht von dort ausgeht und wie diese global operierenden Banden einem Netzwerk gleich mit ihren Krakenarmen in alle Bereiche des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Lebens hineinreichen. Ich wollte zeigen, wie degeneriert und korrupt diese unsere Gesellschaft geworden ist, wobei ich nicht mahnend den Zeigefinger erheben möchte, was mir auch gar nicht zusteht; dennoch sollte sich jeder einzelne fragen, inwieweit ethische und moralische Grundsätze ihm oder ihr (noch) etwas bedeuten, und welche Rolle das Leben und Wohl anderer, vor allem aber von Kindern, in unserem Denken und Handeln spielt. Manch einer mag glauben, die in dem Buch geschilderten Begebenheiten wären reine Fiktion; ich wünschte, es wäre tatsächlich so. Das achte Opfer, grausam und doch so real. – Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Andreas Franz wurde 1954 in Quedlinburg geboren. 1996 erschien sein Debütroman “Jung, blond, tot”, der ihn über Nacht zu einem der gefragtesten und meistbeachteten Krimiautoren Deutschlands machte. Neben der Schriftstellerei betätigt er sich noch als Graphologe und Übersetzer. Er ist verheiratet und hat fünf Kinder.
Berliner Morgenpost, 21.03.99
“Eine gut recherchierte Geschichte mit einer atemberaubend phantastischen Mordserie. Ein Netz, in dem sich der Leser verfängt.”
Frankfurter Neue Presse, 14.10.99
“Die Geschichte führt über Umwege zum organisierten Verbrechen. Eine schlaflose Nacht läßt er zur Reise durch Abgründe werden. Aus einem faden Tag macht er ein spannendes Erlebnis.”