Jörg Maurer – Föhnlage: Alpen-Krimi (Broschiert)
Mittwoch, 05. August 2009. 21:36 von admin
Bei einem Konzert in einem idyllischen bayerischen Alpen-Kurort stürzt ein Mann von der Decke ins Publikum tot. Und der Zuhörer, auf den er fiel, auch. Kommissar Jennerwein nimmt die Ermittlungen auf: War es ein Unfall, Selbstmord, Mord? Er schlägt sich mit widersprüchlichen Zeugenaussagen herum, die Einheimischen spekulieren genussvoll bei Föhn und Bier. Was hatte der Gestürzte oben auf dem Dachboden zu suchen? Und warum ist der hoch angesehene Bestattungsunternehmer Ignaz Grasegger auf einmal so nervös? Derweil muss Jennerwein einen verdächtigen Trachtler durch den ganzen Ort jagen und stößt unverhofft auf eine heiße Spur…
Der Alpen-Krimi mit Atmosphäre und schwarzem Humor vom bekannten Münchner Musikkabarettisten Jörg Maurer
- Broschiert: 336 Seiten
- Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag GmbH; Auflage: 3 (4. März 2009)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3596182379
- ISBN-13: 978-3596182374
- Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,8 cm
- Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 2 in Bücher
August 5th, 2009 at 21:37
35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen selten so gelacht bei einem Krimi, 27. April 2009
Von M. Wolf (Stechlin) – Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)
Ein spannender, aber vor allem witziger Krimi. Die Liebe zum teilweise schwarzen Humor vorausgesetzt. Ein bayrischer Kurort als Handlungsort, viel Volkstümelndes in so witziger Betrachtungsweise, dass es wieder liebenswürdig wird:
“Die falschen Hosentürlknöpfe sagen viel über den Burschen aus. Eigentlich alles.”
“Ach so?”
“Das war kein Einheimischer. Ein Einheimischer würde eher gar keine Lederhose anziehen als eine mit falschen Hosentürlknöpfen.”
Oder die Schilderung des Stammtisches:
“In diesen erlauchten Kreis von Ureinheimischen drang niemand ein, seit Jahrtausenden schon nicht mehr. Klar saßen an den Nebentischen auch einmal Amerikaner und Japaner, sogar Preußen…”
Man merkt dem Autor an, dass er Kabarettist ist: Vieles eignet sich zum Vorlesen, das beginnt schon mit der Schilderung der Panik im Konzert, als der Portier Liebscher aus dem Dachboden ins Publikum fällt und dabei einen Besucher erschlägt.
Kurzweiliger Lesespaß, sehr zu empfehlen.
August 5th, 2009 at 21:41
Eigentlich bin ich keine Krimileserin, sondern tummele mich mehr auf dem Felde der Kunst. Aber da ich Jörg Maurer – nicht nur – von seinen Auftritten im Münchner Theater “Unterton” kenne, war ich neugierig, habe die “Föhnlage” gekauft und mit der Lektüre begonnen: Gott seiŽs gedankt an einem Samstagvormittag, was ich jedem interessierten Leser unbedingt rate, denn bevor man dieses Buch nicht in einem Rutsch zuende gelesen hat (was einige Stunden dauert), legt man es sowieso nicht mehr aus der Hand. Waaaaahnsinnig spannend und ein Meisterwerk an Situationskomik. Ein Krimiautor, der so schreiben kann, muss die Menschen sehr lieben, sonst könnte er sie nicht so herrlich aufs Korn nehmen. Allein dass Ignaz und Ursel am Ende …. nein, ich verrate jetzt nichts, aber dass es mit ihnen so endet, wie es endet, ist eben typisch bayrisch – die südostdeutsche Variante der Clementia Caesaris. Jennerwein, der bajuwarische Hercule Poirot, ist ein richtig netter Kommissar, da werden Freunde und Feinde des Bayerischen ausnahmsweise mal einer Meinung sein.
Ein Wunsch bleibt offen: Hoffentlich ist “Föhnlage” der Start zu einer Jennerwein-Serie, die Geschichte macht, sozusagen die alpenländische Variante von Sherlock Holmes in Personalunion mit Dr. Watson. Außerdem will ich unbedingt wissen, wie die Liebesgeschichte mit Maria weitergeht…
Herr Maurer, wann kommt der zweite Band???
August 5th, 2009 at 21:43
Das war mal ein richtiges Schmankerl. Eigentlich lese ich nur englische, italienische und amerikanische Krimis und habe mich bis jetzt nicht so recht an was “Deutsches” gewagt – aber ich muss wirklich sagen, dies wird nicht mein letzter ALPENKRIMI sein. Ich bin total begeistert!!!